Dienstag, 3.11.2015

Liebes Tagebuch,
heute gab es erst um neun Uhr Frühstück. Im Prinzip eine ziemlich coole Sache, aber leider waren wir einfach mal eine Stunde früher wach. Trotzdem war das Frühstück lecker.

Nach dem Essen hatten wir unser erstes Seminar mit mosca: Erlebnispädagogik, was ein echt spannendes Seminar war. Mosca las uns erst eine Geschichte eines längst verstorbenen Pädagogen vor (sein Name war Französisch und somit nicht sehr leicht zu merken).
Direkt danach gab er uns eine Aufgabe:
Drei Gruppen bilden
Arbeitsauftrag: Einen Regenunterstand bauen
Material: Vier Dreiecksplanen, zwei Kohtenstangen, einem Seil und acht Heringen
Aus jeder Gruppe gab es einen Abgesandten. Diese drei Abgesandten hatten zusammen die Aufgabe, einen Plan zu erstellen, da die Unterstände identisch werden sollten.
Für den Aufbau dieses Unterstandes soll eine Bauleitung erstellt werden.
Dafür gingen wir in den Wald. Unsre Gruppen waren weit genug voneinander entfernt, so dass man nicht abgucken konnte was die anderen machen.
Das Koordinieren lief etwas durcheinander, bei der einen Gruppe klappte es besser als bei der anderen, aber am Ende hatte doch jeder ungefähr den gleichen Unterstand gebaut. Schriftlich festzuhalten, was genau man da eigentlich gemacht hat, war gar nicht so einfach.
Danach sind wir zum Haus zurückgegangen und wollten noch eine Reflexion machen, aber die Zeit hat nicht mehr gereicht.
Nach einer kurzen Pause und dem Mittagessen ging es weiter mit dem Themenblock „Gender in der Jugendarbeit/ Diskriminierung“. Ma'lon und Yomu, die das Seminar leiteten, stiegen ein mit „Montagsmaler“, einem Spiel, das eigentlich jeder kennt. Wir hatten vier Grüppchen und sollten z.B. einen Punker, eine Fee oder einen Bauarbeiter malen. Erstaunlicherweise sahen die Bilder aus den Kleingruppen sich insgesamt ziemlich ähnlich.
Von diesen „Vorstellungen“ wie eine Fee oder ein Punker auszusehen hat, kamen wir zu den Themen Vorurteilen und Diskriminierung, also wie Menschen andere Menschen schnell mal in Schubladen stecken.
Als nächsten sollten wir den beiden Beleidigungen aufzählen, wie z.B. Spast, Pussy, Mannsweib und Hurensohn. Viele dieser Beleidigungen schränken die Menschen ein. Wenn wir jetzt zu einem Mann sagen, er ist eine Pussy, nur weil er Angst vor Spinnen hat, kann er seine Persönlichkeit nicht mehr so offen entfalten und zeigen. Oder wenn es heißt, dass Frauen allgemein nicht Auto fahren können, schränkt sie das somit ein. Niemand lässt eine Frau fahren, wenn sie den „Ruf“ hat, nicht Auto fahren zu können. Sie gaben uns so auch auf den Weg, mal darüber nachzudenken, was wir sagen und ob es angebracht ist. Auch sollten wir darauf achten, dieses auch Menschen zu sagen, die andere Beleidigungen an den Kopf werfen.
Zu guter Letzt fragten wir uns noch, wie man ALLEN Bedürfnissen JEDER PERSON gerecht werden kann.
Zu den Bedürfnissen: abstimmen, miteinander reden; Begabungen herausfinden, nutzen und fördern; Neugierde wecken; Aufmerksamkeit und Zeit schenken.
Zu jeder Person: Background herausfinden, z.B. Religion, Alter und körperliche oder geistige Einschränkungen und darauf eingehen.
Um das Selbstwertgefühl unserer Pimpfe zu stärken, sollte man ihnen oft eine positive Bestätigung geben.
Zur Organisation: Bitte Folien einfügen :D
Das Seminar war aber echt cool gestaltet und wir konnten auch gut mitarbeiten :)
Das Abendessen war auch echt lecker, bis auf die VIELEN Zwiebeln. Später hatten wir noch eine Singerunde, die am Anfang etwas stockend anlief aber dann doch echt noch Spaß gemacht hat. Gegen eins sind wir dann müde aber glücklich ins Bett gegangen :) <3

Hübsche Grüße :)
Sarah & Lotty

 

Mittwoch, 4.11.2015

Am Morgen wurden wir mit einem wunderbaren, viel zu lauten „Guten Morgen“ geweckt. Da am Tisch alle noch etwas müde waren, war das Frühstück ziemlich ruhig und angenehm.
Der erste Block heute war „Spielen“, da lernten wir viele ziemlich lustige Spiele. Zum Beispiel spielten wir „Whiskey-Mixer“ und „Umpa“.
Nach dem leckeren Mittagessen (vielen Dank an die Küche und an die Helfer!) und der kurzen Pause ging es mit dem Thema „Sexueller Missbrauch“ weiter. Dies war ein sehr umfangreiches und interessantes Thema. Anhand eines Spieles stellten wir fest, dass jeder Mensch seine eigenen Grenzen hat und man diese (auch nicht aus Versehen) überschreiten darf. Eine Studie zeigte, dass in Deutschland 5-10 % der Jungen und 15-20 % der Mädchen bis 16 Jahre schon sexuelle Gewalt erleben mussten. So gesehen ist jedes fünfte Mädchen betroffen und das macht das Thema für mich viel realistischer und bringt es mir näher. Auch dass statistisch gesehen nur jeder siebte Erwachsene dem betroffenen Kind glaubt, ist erschreckend. Wenn ein Kind es dir also erzählt, bleib ruhig, zeige grenzenlose Solidarität und hole dir Hilfe.
Als letztes kam heute noch der Vortrag „Rechtliche Grundlagen“ in welchem wir die Aufsichtspflicht, die Haftung, Versicherung und das Verhalten bei einem Unfall besprachen. Insgesamt war auch dieser Block sehr interessant, aber da wir so vieles schnell durcharbeiten mussten, wurde es anstrengend und viele waren unkonzentriert. 
Nach dem Abendessen spielten die meisten von uns Sardinenbüchse und anschließen klang der Tag in einer gemütlichen Singerunde aus.

Rahma, Artaban

 

zu den Bildern vom GLL 2015

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