Vorwort

Positive und negative Erfahrungen auf den Veranstaltungen des RjB haben den Wunsch ausgelöst, eine gemeinsame Grundlage an Werten und Richtlinien zu finden und zu beschließen. Die Arbeitsgemeinschaft Kodex hat die Mitgliedsbünde im RjB befragt und mit diesem Papier Wünsche und Vorstellungen formuliert, wie die wichtigsten Themen und Konfliktpunkte auf RjB-Veranstaltungen gehandhabt werden sollten.
Auch wenn dieser Kodex für die Veranstaltungen des RjB geschrieben ist, freuen wir uns, wenn Bünde diese Werte und Richtlinien auch außerhalb der RjB Veranstaltungen in ihrem eigenen Bundesleben übernehmen wollen.

 

Wie wir unsere Gemeinschaft gestalten wollen

Wir wünschen uns einen für alle angenehmen Austausch zwischen unseren Mitgliedsbünden, da wir diesen für sehr bereichernd halten. Bünde und Menschen sind verschieden, aber wir halten unsere Gemeinsamkeiten für größer als unsere Unterschiede und glauben, dass letztere ebenfalls dazu beitragen, dass unsere Begegnungen so bereichernd sind.
Wir sind der Ring junger Bünde Baden-Württemberg. Wir wünschen uns daher, dass das aktive bündische Leben von jungen Menschen getragen wird. Das bedeutet für uns eine Umgebung, in der vor allem Jugendliche Verantwortung übernehmen und Entscheidungshoheit haben, aber dennoch Unterstützung von Erfahrenen zur Seite gestellt bekommen können.
Um angenehme Veranstaltungen für alle zu gestalten wünschen wir uns einen respektvollen Umgang miteinander. Hier sehen wir eine große Verantwortung bei den "Älteren" und Gruppenleitenden. Als Vorbilder und Vertrauenspersonen müssen wir bewusst mit der Aufgabe umgehen, wertschätzend und tolerant miteinander umzugehen und dieses Verhalten auch bei den Kindern einzufordern und zu unterstützen.
Mit unserer Vorbildfunktion einher geht eine starke Machtposition. Für uns ist es selbstverständlich, dass wir diese nicht ausnutzen, sondern die Grenzen anderer feinfühlig und bewusst wahrnehmen und Grenzverletzungen präventiv entgegenwirken, indem wir klar das Prinzip "Nein heißt Nein" vertreten.
Diese Vorbildfunktion haben wir nicht nur beim Umgang miteinander, sondern auch bei der Gestaltung unserer Veranstaltungen allgemein. Da wir uns wünschen, dass die Kinder begeistert an Singerunde und Spiel teilnehmen, sehen wir es als selbstverständlich an,

  • dass wir in der Singerunde vor allem zum Singen sind,
  • dass wir engagiert am Programm teilnehmen
  • und dass wir andere, insbesondere Jüngere, ermutigen ebenfalls so zu handeln.

Natürlich gibt es Ausnahmen und wir sehen jede Teilnahme generell als wertvoll an, auch wenn jemand nur teilweise an Veranstaltungen teilnehmen kann.


Wie wir mit Alkohol und Rauchen umgehen wollen

Es ist selbstverständlich, dass wir uns bewusst und gewissenhaft an gesetzliche Vorgaben halten. Zum Umgang mit Alkohol und Rauchen vertreten wir zudem folgenden Standpunkt:
Es gibt in unseren Mitgliedsbünden unterschiedliche Bedürfnisse zum Umgang mit Alkohol. Was für die einen ein traditionelles Genussmittel ist, wird von anderen als Lebensgift abgelehnt. Wir begrüßen einen überbündischen Austausch über dieses Thema und wünschen uns Kompromissbereitschaft und gegenseitige Rücksichtnahme. Das bedeutet vor allem, dass der Verzicht auf Alkohol akzeptiert und respektiert wird. Des Weiteren sehen wir es als selbstverständlich an,

  • dass die aktive Teilnahme an gemeinsamen Aktivitäten wie z.B. der Singerunde immer im Vordergrund stehen wird,
  • dass alle sich ihrer Vorbildfunktion bewusst sind und weder aktiv noch passiv andere, insbesondere Jüngere, zum Trinken anregen
  • und dass alle jederzeit handlungsfähig sind und die Aufsichtspflicht immer gewährleistet ist.

Das Rauchen sehen wir als eine ungesunde und gruppendynamisch oft problematische Gewohnheit an. Wir wünschen uns, dass diejenigen, die sich nicht in der Lage sehen auf das Rauchen zu verzichten, darauf achten, dass dadurch Veranstaltungen möglichst wenig beeinflusst werden. Wir sehen es daher als selbstverständlich an, dass Rauchende

  • vom Veranstaltungsort aus nicht wahrnehmbar sind,
  • sich ihrer Vorbildfunktion bewusst sind und weder aktiv noch passiv andere, insbesondere Jüngere, zum Rauchen anregen,
  • kurz und nicht in größerer Zahl rauchen gehen
  • und hinter sich aufräumen. 

 

Unsere Traditionen

Wir wünschen uns Erlebnisse in und mit der Natur und bewusste Begegnungen in der Gemeinschaft. Unterhaltungselektronik wie z.B. Handys empfinden wir daher auf Lager und Fahrt als unnötig und störend. (Die unaufdringliche und rücksichtsvolle Verwendung von Kameras halten wir hier für eine Ausnahme.) Elektronisches Licht wiederum wird von manchen Bünden auf Lager und Fahrt abgelehnt, daher wünschen wir uns auch hier gegenseitige Rücksichtnahme und die Bereitschaft, sich auf die Bedürfnisse anderer einzulassen.
Naturverbundenheit auf Lager und Fahrt heißt für uns auch, Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein zu thematisieren. Wir halten es für wünschenswert, die Herkunft und Verpackungsart unserer Lebensmittel und anderer Materialien kritisch zu hinterfragen und aktiv zu versuchen immer nachhaltiger zu handeln. Möglichkeiten sehen wir hier besonders beim regionalen, saisonalen und verpackungsfreien Einkauf.
Singen spielt für uns eine wichtige Rolle und unsere Bünde haben teilweise sehr verschiedenes Liedgut, weshalb wir uns einen Austausch über und reflektierten Umgang mit den Hintergründen des Liedguts aller Bünde wünschen. Wir halten es überdies für selbstverständlich, dass niemand gezwungen wird Lieder mitzusingen, die z.B. den eigenen Wertevorstellungen widersprechen und dass man sich offen auf unbekannte Lieder einlässt und darauf achtet, diesen Platz in der gemeinsamen Singerunde einzuräumen.

Kontakt

Impressum

Ring junger Bünde Baden-Württemberg e.V.

p. Adr. Marc Le Large
Pfinzstraße 17
76337 Waldbronn

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Sitz des Vereins: Stuttgart

 

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